Wie geht das?

Steuern sparen mit einer Basis-/Rürup Rente und
gleichzeitig Altersvorsorgekapital aufbauen?

Die staatlich geförderte Rürup-Rente ist eine private Altersvorsorge. Auch als Basisrente bekannt, baut sie eine lebenslange Rente auf. Die besondere Förderung erhält der Rürup-Sparer vom Gesetzgeber über großzügige Steuervorteile in der Ansparphase. Über die  Beiträge lassen sich Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer sparen. Die Beitragshöhe kann der Sparer selbst bestimmen und in der Regel flexibel senken oder aufstocken. Die Rürup Rente soll insbesondere jenen Bürgern eine Basisversorgung bieten, die keine Riester-Rente abschließen dürfen, zum Beispiel viele Selbständige und Freiberufler.
Wichtiger Tipp: Für Angestellte mit einem hohem (sozialversicherungspflichtigem) Einkommen, lohnt sich die Rürup Rente besonders!

Wie funktioniert die Förderung in der Rürup-Rente?

Anders als bei der Riester Rente gibt es hier keine Zulagen, sondern ausschließlich Steuervorteile. Einzahlungen sind dabei zu einem großen Teil steuerfrei, unterliegen jedoch bei der anschließenden Verrentung des Kapitals der Steuer. Während der Ansparphase ist die Rürup Rente sehr flexibel. Es gibt keine Mindestbeiträge sondern lediglich (jährlich neu zu ermittelnde) steuerliche Höchstbeiträge. Inhaber einer Basisrente („Rürup-Rente“) können 2018 wieder einen größeren Teil ihrer Beiträge als Sonderausgaben (>> Glossar) in der Steuererklärung geltend machen. Zum einen steigt der steuerliche Höchstbetrag zur Rürup-Rente, der an den Maximalbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung/West gekoppelt ist, von 23.712 Euro auf 24.305 Euro. Der  prozentuale Anteil, den das Finanzamt von den eingezahlten Beiträgen berücksichtigt, beträgt 88 Prozent. Dieser erhöht sich jährlich um 2%, bis in 2025 der volle Betrag von 100% erreicht ist. Somit sind 2019 maximal 21.388 Euro als Sonderausgaben abzugsfähig (88% von 24.305 Euro). Für Ehegatten verdoppelt sich der Höchstbetrag auf 48.610 Euro.
Personen, die 2019 in Rente gehen, müssen zukünftig lediglich 78 % statt der in 2018 geltenden 76% versteuern. Dieser Besteuerungssatz ist einmalig bezogen auf das Renteneintrittsalter festgelegt und wird in den Folgejahren für die Personen, die bereits Rente beziehen, nicht weiter erhöht.

Was sind die Voraussetzungen der Rürup-Rente?

Der Gesetzgeber macht seine Förderung vom Einhalten gewisser Kriterien abhängig, die sich nahe an der gesetzlichen Rentenversicherung orientieren. Ein Rürup-Vertrag muss eine lebenslange Rentenzahlung vorsehen. Die Ansparsumme ist nicht als Teil- oder Kapitalauszahlung möglich. Die Auszahlung darf nicht vor dem 62. Lebensjahr erfolgen. Die Ansprüche einer Basisrente sind nicht übertragbar, veräußerbar oder vererbbar. Also alles entsprechend der aktuellen gesetzlichen Rentenversicherung.

Welche Formen der Rürup Rente können Sie nutzen?

Die Anlagemöglichkeiten zur Rürup-Rente sind vielfältig und reichen von der klassischen Rentenversicherung über die fondsgebundene Rentenversicherung bis hin zum Rürup-Fondssparplan. Fondssparpläne sind sowohl mit aktiven Fonds als auch mit ETFs möglich. Nutzen Sie die qualifizierte Beratung eines unabhängiger Finanz- und Versicherungsmaklers. Über Ihn können Sie alle Möglichkeiten, unterschiedliche Anlageformen (mit oder ohne Garantien), Einzahlungsvarianten und steuerlichen Auswirkungen in Erfahrungen bringen und zielorientiert umsetzten!

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